Wochentags Logo

Mejadra - Linsenreis mit frittierten Zwiebeln

07.06.2013

Wieder mal ein Rezept aus dem "Jerusalem"-Kochbuch von Ottolenghi und Tamimi. Anders als bei den mit Bulgur gefüllten Melanzani, dem Salat Na'am Fattoush, den Falafel und der Spinatsuppe, wird dieses Rezept aber eher nicht in Routine übergehen.

Aber vielleicht passt es für jemand anderen (sicher sogar), denn das Gericht hat viel, was für es spricht: Linsen, viele gute Gewürze, es macht satt und warm, es ist vegan und: frittierte Zwiebeln.

Ich wiederhole: frittierte Zwiebeln.

Vielleicht war das, was für uns gefehlt hat, das Piment (Gewürz), das wir nicht hatten und deshalb weggelassen haben. Oder die einheitliche Farbe, die zu sehr an das Wetter derzeit erinnert (grau in grau und braun in braun) - ich weiß es nicht.

Die Zwiebeln sind aber ein Genuss, leider etwas aufwendig, aber wirklich köstlich!

Zutaten

  • 250 g Linsen (grün oder braun)
  • 4 Zwiebeln (insg. 700 g)
  • 3 El Mehl
  • Öl zum Frittieren (z.B. Sonnenblumenöl)
  • 2 Tl Kreuzkümmelsamen
  • 1,5 Tl Koriandersamen
  • 200g Basmatireis (Langkornreis)
  • 2 El Olivenöl
  • 1/2 Tl Kurkuma (gemahlen)
  • 1,5 Tl Piment (gemahlen)
  • 1,5 Tl Zimt (gemahlen)
  • 1 Tl Zucker
  • Salz/Pfeffer
  • ev. Joghurt

reicht für:

4 Personen

Zubereitung

Die Linsen kochen (in kaltem Wasser aufstellen, ab Aufkochen: ca. 15 Minuten). Oder eine Dose aufmachen.

Im Kochbuch steht, dass man erst die Zwiebeln frittiert und dann den Linsenreis kocht. Sinn dahinter ist, dass man den Frittierttopf zum Kochen verwenden kann und damit zum einen Röststoffe mitnehmen kann und zum anderen einen Topf weniger abwaschen muss.
Wir waren aber schon hungrig und da es wesentlich schneller geht, wenn man gleichzeitig frittiert ("portionsweise" dauert lange) und kocht, haben wir es so gemacht.

Die Zwiebeln frittieren:
Erst die Zwiebeln in feine Ringe schneiden (ein Hobel wäre praktisch...) und auf einem großen Brett mit dem Mehl und einem Tl Salz bestäuben. Locker mit den Händen durchmischen und liegen lassen.
Fürs Frittieren nehme ich am liebsten einen eher kleinen, aber nicht zu niedrigen Topf, da es ja um die Tiefe des Öls ankommt.
Dahinein also genug Öl geben, damit man frittieren kann (Ottolenghi/Tamimi empfehlen 250 ml) und erhitzen. Mit einem Stück Zwiebel prüfen, wann es heiß genug ist und dann die Hitze reduzieren.
Die Zwiebeln portionsweise frittieren (Schaumlöffel funktioniert da gut zum Rein- und Rausholen) und danach auf Papier abtropfen lassen und nochmal salzen.

Den Linsenreis kochen:
Öl aus Frittiertopf leeren und auswischen oder in anderen Topf 1/2 EL Olivenöl geben. Kreuzkümmel und Koriander hineingeben und bei mittlerer Hitze kurz rösten, dann den Reis, die restlichen 1,5 El Olivenöl, die Gewürze, Zucker und 1/2 Tl Salz dazugeben und umrühren, bis der Reis mit Öl und Gewürzen überzogen ist.
Die gekochten Linsen dazu geben und 350 ml Wasser dazugeben. Aufkochen und dann 15 Minuten mit Deckel köcheln lassen (wenig Hitze).

Im Kochbuch steht, man soll dann die Hitze abdrehen, den Deckel abheben, ein Geschirrtuch drüberlegen und wieder zumachen soll. Das soll dem Reis beim Rasten irgendwie helfen...
Normalerweise machen wir das mit dem Ohne-Hitze-Ziehen-Lassen auch, aber einfach mit geschlossenem Deckel, ganz ohne Geschirrtuch...

Zum Servieren die Hälfte der frittierten Zwiebeln unter den Linsenreis ziehen, gut pfeffern. Den Rest der Zwiebeln auf die einzelnen Portionen verteilen.

Wie gesagt: Die Zwiebeln sind der Hammer (Frittieren? Zwiebeln? - geht ja gar nicht anders), aber der Rest war uns ein bisschen zu bla.
Zum Sattessen und Warmessen aber absolut zu empfehlen!

Andere Meinungen?

Kommentare