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Spinatsuppe "Jerusalem" mit Karotten-Kichererbsen-Topping

25.03.2013

"Spinatsuppe" - das klingt nicht sehr appetitanregend, oder?

Aber es wäre wirklich schade, wenn sich irgendwer davon abhalten ließe, diese Suppe zu probieren!

Sie ist nämlich wahnsinnig gut, was sie nicht nur, aber sicher zu einem großen Teil, dem Topping aus Karotten und Kichererbsen zu verdanken hat.

Das ist nämlich super-wahnsinnig gut!

Diese Suppe haben wir aus dem - zu Recht - vielgelobten Kochbuch "Jerusalem" von Ottolenghi und Tamimi (Seite 132).
Bei ihnen heißt die Suppe halt Brunnenkressesuppe mit Kichererbsen, Rosenwasser & Ras-el-Hanout.

Aber da wir weder Brunnenkresse noch Rosenwasser zur Hand hatten, hat T da ein bisschen vereinfacht.
Das Ergebnis war köstlich!

Nächstes Mal versuchen wir aber vorher Rosenwasser in der Apotheke zu besorgen. Soweit ich weiß, ist es nicht teuer und ich bin gespannt, wie die Suppe dann schmeckt!

Brunnenkresse ist in Great Britain sehr verbreitet, bei uns eher nicht. Sie schmeckt wie eine sanftere Spielart der normalen Gartenkresse, was sie wohl auch ist (oder umgekehrt).
Manchmal kann man sie auf Märkten kaufen (zum Beispiel beim Kräuter-im-Topf-Stand am Nachmarkt, falls es den wieder/noch immer gibt)!

Ras-el-Hanout kaufen wir in einem indisch-pakistanischen Geschäft beim Praterstern, obwohl es nordafrikanischen Ursprungs ist. Aber das Geschälft hat viele Gewürze und eben auch dieses. Ras-el-Hanout lohnt die (günstige) Anschaffung, weil es in sehr viele Gerichte passt.

Das Rezept enthält frischen Spinat, aber ehrlich: Mit dem weiß ich besseres anzufangen, als ihn in eine Suppe zu verkochen, die mit TK-Spinat genauso lecker wird.
Andererseits: Wer weiß, ob Spinat nicht die Zucchini von 2013 werden...

Zutaten

  • 2 mittelgroße Karotten
  • 3 El Olivenöl
  • 3/4 El Ras-el-Hanout
  • 1/2 Tl Zimt
  • 240g gegarte Kichererbsen (Dose)
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 15 g frischer Ingwer
  • 600ml Gemüsesuppe
  • 300g Spinat (TK, Blattspinat oder passiert, aber kein Cremespinat)
  • 2 Tl Zucker
  • Salz

reicht für:

4 Personen

Zubereitung

Die Karotten in Würfel schneiden, die ca. 1×1 cm groß sein sollen.
Ottolenghi und Tamini sagen 2×2 cm, aber wir wollten, dass die Würfel im geschmorten Zustand ungefähr so groß wie die Kichererbsen sind.

T hat dazu die Karotten der Länge nach geviertelt und dann nochmal quer geschnitten.

In eine Schüssel die Karottenwürfel mit Ras-el-Hanout, Zimt, 2 El Olivenöl und 1 (kräftigen) Prise Salz mischen.
Diese Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, ein wenig verteilen und im Backrohr bei 220 Grad Celsius Umluft 15 Minuten backen.

Sobald diese Zeit vorbei ist (währenddessen kann die Suppe zubereitet werden: siehe unten), ca. die Hälfte der abgetropften Kichererbsen zu den Karotten geben, durchmischen und nochmal 10 Minuten backen.

Fertig ist das Topping, sobald die Karotten bissfest geröstet sind.

In der Zwischenzeit die Zwiebel in halbe Ringe schneiden, den Ingwer fein hacken (ich hätte fein gerieben) und beides in einem großen Topf mit 1 El Olivenöl anbraten, bis sie goldgelb sind (Zeit lassen und bei mittlerer Hitze braten lassen).

Die restlichen Kichererbsen, Spinat, Zucker, Suppe und 3/4 Tl Salz unterrühren und köcheln lassen, bis der Spinat aufgetaut ist oder - im Falle von frischem Spinat - zusammenfällt.

Dann mit dem Stabmixer pürieren, ev. das Rosenwasser hinzufügen (1 Tl) und ev. nachsalzen/pfeffern.

Mit dem Topping servieren und genießen.

Guten Appetit!