Wochentags - feiertags

Nektarinen-Tarte

23.06.2013

Buchstäblich seit Jahren will ich diese Tarte machen - und erst letzten Donnerstag habe ich es geschafft.
T hat das Kochbuch, aus dem es stammt, von seiner Berlin-Island-Reise 2010 (!) mitgebracht. Warum ich es bisher nicht geschafft habe?

Das Rezept verlangt nach Pfirsichen und irgendwie ging sich Backlust-, -anlass und Pfirsich-Reifezeit nie aus...
Bis donnerstags...

Eigentlich wollte T ja (wie hier dokumentiert ist) ein Schoko-Mousse machen, da ich am Vortag viel zu tun hatte. Dann aber was das Wetter heiß, die Nektarinen reif und ich nach drei Tagen stressigem Arbeiten (viel am Computer) mehr als bereit, wieder etwas mit meinen Händen zu machen.

Die Tarte hat allgemein gemundet und deshalb komme ich gerne der Aufforderung nach (hi, B), das Rezept zu posten und hoffe, die Nektarinen/Pfirsiche sind noch lange genug köstlich, um die Gelegenheit zum Nachbacken zu haben.

Das Rezept stammt - wie so viele andere - aus Donna Hays "modern classics süß" (was für ein schlechter Titel für ein gutes Buch) und zwar von Seite 168. Die Pfirsiche habe ich durch Nektarinen ersetzt, weil sie im Supermarkt reifer rochen (ich gehe immer nach dem Geruch und geniere mich mittlerweile nicht mehr, mich durch die Boxen zu schnüffeln).
Ansonsten habe ich nur noch die Backzeiten verändert - Hay backt ihre Tartes immer zu Tode, das mag ich nicht (bei ihr: 10 Minuten - 10 Minuten - 20 Minuten).

Zutaten

Teig:

  • 1 Portion Mürbteig mit Ei oder ohne
  • 50 g geriebene Haselnüsse (für das Aufpeppen des Teiges)

Guss:

  • 200g Sauerrahm
  • 2 El feiner Zucker
  • 1 Ei

Früchte:

  • 6 Nektarinen (oder Pfirsiche oder andere Früchte/Obst)
  • 1,5 El Zucker
  • 1 Eiweiß

Zubereitung

Als erstes den Mürbteig so oder so zubereiten und dabei die 50 g geriebenen Haselnüsse mit dem Mehl vermischen und sonst wie angegeben verfahren.

Während der Kühlzeit den Guss vorbereiten:
Den Sauerrahm mit Zucker und Ei gut verrühren (ich habe den Mixer genommen, geht sicher auch ohne).

Dann die Früchte waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Ich habe mich für Viertel entschieden, was eine gute Wahl für meine Tarte-Form war (= gut ausgegangen).

Sobald man den Teig nach der Kühlzeit aus den Kühlschrank holt, den Ofen auf 180 Grad Celsius Umlust vorheizen. Die Form mit dem Teig auskleiden, den Boden einstechen und max. 5 Minuten backen.

Falls man vorher was anderes zu tun hat, kann man in diesen 5 Minuten den Guss machen. Denn der kommt dann auf die Tarte und dann das ganze wieder für ein paar Minuten in den Ofen.

In der Zeit schlägt man das Eiweiß in einer großen Schüssel halbsteif und gibt dann 1 El Zucker dazu, nochmal kurz mixen und dann die Nektarinenspalten hineingeben. Vorsichtig umrühren, so dass die Spalten schön vom Eiweiß umgeben sind.

Die Tarte wieder aus dem Ofen holen und die Nektarinenspalten gleichmäßig auf der Sauerrahmschicht verteilen. Einen halben Esslöffel Zucker gleichmäßig darüber verteilen und zurück in den Ofen damit. Zwischen 10 und 20 Minuten backen: Der Boden sollte am Rand leicht goldbraun sein, das Eiweiß ebenfalls (nicht verbrannt) und die Nektarinen weich.

Tartes brauchen gemeinhin keinen Schlagobers oder sonst was, wer aber was dazu servieren will, kann ja auch mal cremig gerührte Creme Fraiche probieren.

Sehr sommerlich, für eine Tarte mit Guss und Früchten usw. schnell gemacht und wirklich köstlich - viel Spaß!

P.S.: Kommentar abgeben und Tarte gewinnen ist heute (Sonntag) noch möglich...

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