Wochentags - feiertags

Cheese Cake

01.09.2013

Vor ewigen Zeiten habe ich mal nicht nur laktosefreies Mascarpone, sondern auch zwei Packungen ebensolchen Frischkäses gekauft. Beides gibt es in den Supermärkten um unsere Ecken nicht, deshalb der Hamsterkauf. Aus der Mascarpone habe ich Creme gemacht, die so erfolgreich war, dass ich für die Geburtstagstorte (Rezept kommt bald) welches selbst gemacht habe.

Und der Frischkäse? Der wurde zum Großfamilienfeier-Nachmittagskuchen-Cheese Cake. Da gab es aber dann noch ein unvorhergesehenes Problem im Supermarkt...

Ich hatte den Auftrag, Kekse für den Cheese Cake-Boden zu kaufen und war im Supermarkt mit einer Fülle an Keksen konfrontiert, die mich alle nicht begeistert haben (um höflich zu bleiben). Fruktosesirup, Milchzucker und Milchpulver (= Laktose), billiges Fett und so weiter.

Also bin ich nach Hause, hab den Tiefkühler durchsucht und wirklich noch das Packerl Zitronenkeksteig gefunden, das ich dort - shame on me - im Dezember hineingeschmissen hatte, als mir das Ausstechen zu viel wurde.

Erst war ich skeptisch, ob der Teig nach der langen Zeit geschmacklich noch okay sein würde, war er aber und alles war gut. Schnell auftauen (ausnahmsweise Mikrowelle), ausrollen und backen. Ergebnis: mindestens doppelt so viele Keksbrösel, wie benötigt, aber das ist kein besonders hartes Los...

Das Cheese Cake-Rezept habe ich mir selbst zusammengereimt (der letzte ist schon sehr lange her) und das waren meine Quellen: Smitten Kitchen, Donna Hays "modern classics süß", "Meine Rezeptsammlung II" und "CookSmart Chocolate" (letzte beiden ohne Angaben zu Autor*innen).

S und ich hatten dann noch Spaß beim Ausrechngen der Menge an Schwarze-Ribisel-Gelee (zu flüssiges, deshalb mit Agar Agar nochmal eingekochtes) von meiner Mama, die ich brauchen würde, um einen Drehzylinder von 20 cm Durchmesser und 1 cm Höhe zu füllen. Nach all der Rechenarbeit war es dann ganz simpel: das ganze Glas.

Ein Hinweis noch: Mein Keksteig war sehr fettig, deshalb habe ich nur relativ wenig Butter in den Boden gegeben. Die meisten Rezepte mit gekauften Keksen brauchen doppelt bis fast dreimal mal soviel Butter (100g bis 125/140)!

Zutaten

Tortenboden (24 cm-Durchmesser):

  • 200 g Keksbrösel
  • 50 g Butter (oder mehr)

Fülle:

  • 400 g Frischkäse
  • 150 g feiner Zucker
  • 150 g Sauerrahm
  • 3 Eier
  • etwas Vanillezucker

Fruchtgelee:

  • 250 ml festes Gelee
    oder
  • 200 g Früchte
  • ev. 50 g Zucker (oder mehr/weniger)
  • 1/2 Tl Agar Agar (oder äquivalent: Gelatine)

Zubereitung

Den Boden der Form mit Backpapier auskleiden (unbedingt, sonst lässt sich der Kuchen nicht davon lösen), Rand entweder fetten und mehlen oder ebenfalls mit Backpapier auskleiden.

Kekse zerbröseln (Nudelwalker) und in eine Schüssel geben. Butter schmelzen und darüber gießen, gut umrühren. Keks-Butter-Mischung in die Kuchenform geben, gleichmäßig verteilen und mit dem Boden eines Glases festdrücken. Wenn sich dabei ein kleiner Rand bildet ist das okay.

Das Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Für die Fülle den Frischkäse mit dem Zucker und Vanillezucker glatt rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat (deshalb feinen nehmen). Ein Ei nach dem anderen hinzufügen und immer gut aufrühren. Am Schluss den Sauerrahm hineingeben und gut, aber nicht mehr zu lange, umrühren.

Die Fülle in die Form gießen und ins Backrohr schieben. 30 bis 35 Minuten backen lassen, dann bei offener Backrohrtüre 15 Minuten auskühlen lassen, bevor man den Kuchen rausholt. Hab ich nicht gemacht und er ist mehr eingesunken, als vermeidbar gewesen wäre...

Sobald der Kuchen ganz ausgekühlt ist, das Gelee darauf verteilen. Wer lieber Früchte verwenden will, kann sie - muss man aber nicht - mit Zucker und Agar Agar aufkochen, dann auskühlen lassen und erst dann auf den Kuchen geben.

Viel Spaß!

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