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Grießnockerl

22.03.2013

Grießnockerl sind meine Lieblings-Suppeneinlage.
Früher waren es Fritatten, aber seitdem T Grießnockerl gemeistert hat, bin ich umgestiegen.

Denn Grießnockerl sind zwar nicht wirklich schwer zu machen, aber ein paar Sachen sollte man doch beachten, vor allem braucht man ein bisschen Geduld!

T bezieht seine Infos diesbezüglich aus dem fantastischen (wenn auch sexistischen) "Kochen nach Grundrezepten für Schule und Haus" von Maria Voigt, leider ohne Jahreszahl. Dieses Buch hat meine Schwester als Schul-Kochbuch bekommen und irgendwie ist es in meinem/Ts Besitz übergegangen...

Das Rezept auf Seite 18 ist für uns vier ein wenig überdimensioniert, weshalb T es immer halbiert.

Da der Grießnockerlteig erst 15 Minuten rasten muss und die Nockerl nach dem Formen auch noch 20 Minuten in siedendem Wasser ziehen müssen, sollte man ein bisschen früher anfangen, als man sie dann wirklich braucht. Sind sie mal fertig, warten sie gerne noch eine Weile auf die Suppe!

Noch ein Hinweis:
Eine Freundin empfiehlt für besonders gute Grießnockerl (und alles andere aus/mit Grieß) den Dinkelgrieß von dm (nicht der vom Billa). Da Dinkel alles saftiger macht als Weizen, kann ich mir das gut vorstellen, wir haben es aber noch nicht ausprobiert.

Zutaten

  • 1 großes Ei
  • 50g Butter
  • 100g Grieß
  • etwas Muskatnuss
  • Salz

reicht für:

4-8 Personen

Zubereitung

Die Butter cremig rühren und dann Ei, Salz, Grieß und Muskatnuss zugeben.

Wichtig: Mindestens 15 Minuten ziehen lassen!

Diesen Schritt nur nicht auslassen, sonst werden die Grießnockerl hart.

Frau Voigt empfiehlt für das Formen der Grießnockerl Teelöffel und T folgt dieser Empfehlung.
Da aber der Grieß noch ziemlich viel Wasser aufnimmt, werden die Nockerl dann ca. Esslöffel-groß (also wie der rundliche Teil vorne, nicht der Löffel samt Stiel...).

Nach der Ziehzeit also ein feuchtes Brett für die fertigen Nockerl bereitlegen (keine saug-unfähige Unterlage nehmen, sonst kleben sie daran fest), 1 Glas kaltes Wasser und zwei Esslöffel.

Mit einem Esslöffel eine Portion aus dem Grießteig stechen und mit dem anderen Löffel von oben ein Nockerl formen.
Auf das Brett legen, ev. die Löffel kurz ins kalte Wasser tauchen, damit der Grießteig nicht anklebt, und wiederholen. Und wiederholen.

Solange, bis kein Grießnockerlteig mehr da ist!

Leider konnte T sich nicht selbst beim Nockerl-Formen fotografieren und wir anderen waren offensichtlich beschäftigt/unwillig...

Nun in einem eher großen Topf Salzwasser zum Sieden bringen (oder aufgekochtes Wasser aus dem Wasserkocher hineingießen und salzen).

Das Wichtige hier ist das Wort "sieden", das ist nicht kochen!

Für Koch-Neulinge:
Kochendes Wasser wallt, bewegt sich also viel, in siedendem Wasser steigen nur kleine Bläschen auf.
Wenn man Grießnockerl in kochendes Wasser gibt, bekommt man Grießnockerl-Brocken (und zwar nicht mal flaumige)...

Die Nockerl in das siedende Wasser geben und 20 Minuten ziehen lassen.

Wieder ist es wichtig, nichts zu überstürzen oder durch höhere Temperatur vorantreiben zu wollen.
Grießnockerl brauchen halt eine Weile, aber das ist schon okay so!

Nach den 20 Minuten die Grießnockerl mit einem Schaumlöffel (oder anderem) aus dem Wasser holen und in einer klaren Suppe genießen.

Ich empfehle Sonntagssuppe (Hühnersuppe), die man auch unter der Woche essen kann, oder eine Gemüsesuppe.

Guten Appetit!

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