Wochentags - feiertags

Chicken Caesar Salad oder: wirklich fetter Salat

16.06.2013

Zu sagen, dass wir viel Salat haben, wäre eine Untertreibung, daher lasse ich es.

Nur soviel: Falls jemand sich überlegt, ein Gemüse anzupflanzen, um sich diesbezüglich von Supermarkt & Co unabhängig zu machen, würde ich Salat empfehlen. Tomaten werden hierzulande erst im August so richtig reif, Kräuter wachsen relativ langsam und man braucht relativ viel Platz, anderes Gemüse erntet man einmal, und dann ist es weg.

Nicht so Salat....

Wir haben zwei Fensterbretter voll Salat (süd-ost-seitig) und ernten hier von elf Salatköpfen regelmäßig die Außenblätter. Von innen wächst ständig was nach und so mussten wir seit ungefähr Mai keinen grünen Salat mehr kaufen. Überhaupt keinen.

Zugegeben:
Wir haben auch noch das Beet im Nachbarschaftsgärtchen (1×1 m), aber auch ohne den Salat von dort fänden wir wohl unser Auslangen.
Und wenn T für donnerstags Salat braucht (so wie damals und damals), dann nimmt er ihn von unserem Nachbarschaftsgartenbeet, aus dem Nachbarbeet von J (der ein Rucola-Problem hat - ja, auch solche Probleme gibt es) oder von meiner Mama aus dem Burgenland (die ebenfalls ein Salat-Problem hat, weil sie ihn schon im Herbst ausgesät hat und das funktionierte zu gut).

Diese Liste von Problemen sagt eines sehr deutlich: Uns geht es gut!

Und dies alles führt dazu, dass wir derzeit ziemlich oft Mahlzeiten mit großen Mengen grünen Salates machen, so wie dieser Chicken Caesar Salad für letzten Sonntag. Das Rezept ist ziemlich genau jenes von Smitten Kitchen und auch ohne Huhn sehr sehr gut (habe aber trotzdem diesmal auf die doppelte Zuweisung vegetarisch/Huhn verzichtet).

Das hier ist ein enorm fetter Salat (Majonnaise-Dressing, Parmesan, Croûtons), aber das macht ihn auch zu einer vollen Mahlzeit!

Zutaten

Für den Salat:

  • 1 Häupl grünen Salat nach Wahl oder pro Person 2 handvoll
  • 3-4 El Parmesan (frisch geriebenen und zwar fein)

Für das Dressing:

  • 2 El Majonnaise (oder 1 enorm frisches bio-Ei)
  • 1 El Zitronensaft
  • 1/2 Tl Dijon- oder Englischer Senf
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1/2 Tl Worcestershire-Sauce (hält ewig, ruhig kaufen und selten verwenden)
  • 50-60 ml Olivenöl
  • ev. 1 Sardellenfilet (in Öl eingelegt)

Croûtons:

  • 5 Scheiben (ältliches) Toastbrot
  • 1-2 El Olivenöl

Hühnerbrust:

  • 500 g Hühnerbrust (war ziemlich viel, haben einen Teil gebraten am nächsten Tag verwendet)
  • 1,5 EL Salz
  • 1-2 El Olivenöl

reicht für:

4 Personen

Zubereitung

Als erstes die Hühnerbrüste erst in Streifen und dann in Würfel schneiden (1,5 × 1,5 cm) und in Salzlake einlegen. Das bringt es voll und macht es leichter, das Hühnerfleisch nicht zur Trockenheit zu braten (was mir bei Hühnerbrust oft passiert).

Dafür 1,5 El Salz in einem halben Liter Wasser auflösen und darin die Fleischwürfel für eine halbe Stunde einweichen (kühl stellen).

Dann als erstes Mal gründlich Hände waschen (Salmonellen).

Für das Dressing alle Zutaten außer das Öl vermischen (Knoblauch vorher pressen). Dann das Öl in einem feinen Strahl einfließen lassen und gleichzeitig mit einem Schneebesen oder einem Mixer verrühren. Mit Schneebesen geht es am besten zu zweit, wenn niemand da ist, der/die das Öl reingießen kann, mache ich es mit dem Mixer.

Croûtons:
Die Brotscheiben in Würfel schneiden und in einer Pfanne (dicker Boden) ohne Fett erhitzen/rösten. Sobald die Würfel heiß sind, das Öl darüber träufeln. Da Brot und Pfanne schon heiß sind, brutzelt das Öl gleich und wird nicht nur vom Brot aufgesaugt. So lange braten, bis die gewünschte Krossheit erreicht ist. Und natürlich kann man noch ziemliche Mengen Öl hinzufügen, wenn man will...

Hühnerfleisch:
Nach der Einlege-Zeit abspülen und trocken tupfen. Wenn man das nicht macht (trocken tupfen), dann gelingt das Braten nicht so einwandfrei, aber mir persönlich ist das manchmal lieber als das Abtrocknen von Fleisch...
In einer Pfanne mit dem Olivenöl anbraten, dabei regelmäßig wenden. Durch das Salz im Fleisch hält es die Feuchtigkeit besser und wird nicht so schnell trocken, trotzdem aufpassen und nicht zu lange braten!

Wenn das Fleisch fast fertig ist, den Parmesan fein reiben und den Salat waschen. In mundgerechte Stücke schneiden (dafür nicht das Huhn-Brett nehmen) und in eine Schüssel geben. Den Salat mit dem Dressing mischen, dann den Parmesan dazu und wieder umrühren.

Nun die Hühnerstücke und die Croûtons (oder nur Croûtons, falls Vegetarier*innen zugegegen sind) dazu, nochmal umrühren und auf Teller verteilen. Kräftig pfeffern (oder auch nicht) und servieren.

Guten Appetit!

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