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Spinat-Schafkaese-Ecken oder Briouats mit Spinat

29.01.2013

Diese Ecken hatten wir in letzter Zeit öfter, weil sie lecker sind, halbwegs flott gehen und vor allem, weil sie knusprig sind.

In der Winterzeit haben Eintöpfe und Aufläufe Hochsaison, so dass manchmal das Knusprig-Knackige fehlt. Durch den Yufka-Teig bekommt man das, ohne dass man die Friteuse anwerfen muss (nicht, dass wir eine hätten...).

Diese Ecken lassen sich sowohl als Abendessen als auch als Fingerfood zubereiten (wie wir es für das Geburtstagsfest gemacht haben), dann sollte man sie aber möglichst klein machen, damit sie mit einem Haps im Mund landen können!

Yufka-Teigblätter bekommt man im türkischen Supermarkt oder auch kleineren türkischen Geschäften. Traditionell wird er verwendet, um Börek und ähnliches zu machen und die einzelnen, dünnen Teigblätter werden dafür mit Milch und Fett eingestrichen.

Wir nehmen die dünnen Blätter einfach so, ohne Fett oder Flüssigkeit, und wickeln die Fülle damit ein.

Die Wickeltechnik haben wir aus dem Kochbuch Oriental Basics (S. 64-65) von Cornelia Schinharl und Sebastian Dickhaut (cooler Name, oder?).

Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich den Dreh heraus hatte, T war schneller.

Der Trick ist, die zu einem rechtwinkelig zusammen geschobene Fülle nicht mit dem rechten Winkel in die in die Ecke des Teiges zu legen, sondern mit einem der spitzen Winkel, das kleine Stück Teig darüber zu legen und dann einfach das Stück fülle immer weiter in den Teigstreifen einzuwickeln.

Und da das nahezu vollkommen unverständlich ist, sind die Bilder diesmal tatsächlich wichtig!

Nicht von der Fülle auf den Bildern, die nicht immer grün ist, verwirren lassen: T hat auch eine mit gekochten Kartoffeln und gerösteten Zwiebeln gemacht.

Zutaten

  • 1 Pkg Yufka-Teig
  • 1 kleine Zwiebel
  • 250 g Blattspinat (TK)
  • 1 EL Olivenöl
  • 100-150 g Schafkäse
  • 250 ml Joghurt
  • Salz, Pfeffer
  • ev. Knoblauch, Kräuter, ...

reicht für:

4 Personen

Zubereitung

Zwiebel klein hacken und im Olivenöl anbraten, dann Spinat dazu und weiterdünsten;

Sobald der Spinat durch ist, salzen und pfeffern und abkühlen lassen;

Den Schafkäse in kleine Stücke schneiden (für Fingerfood: sehr kleine Stücke);

Nun den Yukfa-Teig aufmachen und ein Blatt aufbreiten;

Yufka-Teigblätter sind uns bis jetzt in zwei Formaten begegnet: riesige Kreise und (auch nicht kleine) Rechtecke.
Klarerweise sind die Rechtecke etwas freundlicher für den nächsten Schritt:

Ein Teigblatt in Streifen schneiden: für Abendessen-Ecken ca. 10 cm breit, für Fingerfood ca. 4 cm breit;

Einen Löffel voll Fülle (EL für große und TL für kleine Ecken) nehmen und in die Ecke eines Streifens geben und so zusammenschieben, dass ein kleines Fülle-Dreieck entsteht, dessen rechter Winkel an der unteren Kante des Streifens liegt und ein spitzer Winkel in der linken Ecke;

Nun die obere, freie Teigecke über die Fülle klappen und das Dreieck aus Fülle und Teig nach rechts auf den Teigstreifen klappen;

Immer weiter umklappen, so dass das Dreieck immer auf dem Teigstreifen landet - auf diese Weise wird jede Seite einmal umgeschlagen, bis auch die letzte offene Seite des Fülle-Dreiecks von Teig umgeben ist;

Ich hoffe sehr, dass die Fotos helfen, denn mit Worten lässt sich das wirklich schwer erklären....

Auf jeden Fall lauter Ecken herstellen, bis Teig und/oder Fülle weg ist;

Die Ecken auf ein mit Backpapier oder Silikonmatte belegtes Backblech (wir brauchen immer zwei) legen (ruhig dicht an dicht, sie gehen nicht auf) und bei 200 Grad Celsius Umluft so lange backen, bis sie goldgelb sind;

In der Zwischenzeit einen Joghurtdipp aus Joghurt (Überraschung!), Salz, Pfeffer und Kräutern machen, wahlweise auch mit Knoblauch;

Guten Appetit!

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