Wochentags - feiertags

Kakao-Kuchen

19.01.2013

Dieser Teig ist im Prinzip meine Variante des Sponge Cake, wie ihn The Caked Crusader verwendet. Dazu habe ich schon mal mehr geschrieben (siehe Kuchen mit Apfelmus und Creme).

Für saftige Kuchen, bei denen Fett zum Einsatz kommt (also alles außer Biskuit) nehme ich meistens Dinkel-Vollkornmehl, das macht den Kuchen noch saftiger;

Hier variiere ich mein Basisrezept mit Kakao-Pulver (dem echten, Basis-Pulver, nicht Trinkkakao) zu einem fast-Schoko-Teig und zwar in Mini-Format als Basis für die Trüffeltorte

Der Teig ist super-praktisch, misslingt nie und geht wunderschön gleichmäßig auf - ein tolles Basisrezept!

Da ich nur eine kleine Tortenbasis gebraucht habe - die Trüffeltorte ist recht üppig, da bleibe ich lieber klein und fein - habe ich den Teig mit nur einem Ei gemacht und eine 20 cm-Springform dafür verwendet.
Eine normale Tortenform von 26-28 cm Durchmesser braucht normalerweise eine 3 Eier-Menge und eine viereckige Kuchenform von ca. 20×30 cm eine 4 Eier-Menge.
Natürlich kommt es darauf an, wie hoch man den Kuchen braucht, je nachdem kann man anpassen!

Am Ende des Rezeptes führe ich noch die Mengenverhältnisse für 3 und 4 Eier-Mengen an, damit ihr nicht rechnen müsst! Und da ich keine Digitalwaage habe, sondern eine sehr altmodische aus der burgenländischen Speis meiner Oma, runde ich bei Angaben wie 42,5 g, die sich beim Dividieren ergeben, dann spontan direkt beim Abwiegen.

Zutaten

  • 42,5 ml Öl (Rapsöl oder ein anderes geschacksneutrales Öl mit wenig gesättigten Fettsäuren, wenn möglich)
  • 55 g feiner Zucker
  • 1 großes Ei
  • 58,75 g Dinkel-Vollkornmehl (frisch gemahlen)
  • 1 knapper TL Backpulver
  • 1/2 EL Kakaopulver (nicht Trinkkakao, sondern das dunkle, leicht bittere)

reicht für:

20 cm Durchmesser Springform, flacher Boden

Zubereitung

Als erstes die Form vorbereiten: Da ich den Kuchen für eine Torte gebraucht habe und nicht sicher war, wie flach/dünn er mit nur einem Ei werden würde, bin ich auf Nummer sicher gegangen und habe Backpapier zugeschnitten und in die Form gelegt; Auf diese Weise konnte ich sicher gehen, dass der Teig sich problemlos vom Boden lösen wird, egal, wie dünn er sein wird;
Normalerweise reicht auch dünnes Einölen/Einbuttern und mit Mehl bestäuben, wie ich es mit dem Rand gemacht habe;

Dann das Mehl abwiegen (bzw. bei mir: Körner abwiegen und in Schüssel mahlen), mit dem Backpulver gut mischen und das Kakaopulver reinsieben;
Der Kakao ist wirklich sehr stark, viel stärker als Trinkkakao, und um (leicht bitter schmeckende) Bröckchen zu verhindern, würde ich wirklich zum Reinsieben raten, was ich sonst oft weglasse;

Gut umrühren, bis Backpulver und Kakaopulver sich gleichmäßig mit dem Mehl vermischt haben;

Nun kommt die hübsche Sache mit dem Öl:
Meine Meßbecher (ich habe mittlerweile drei) haben alle keine so genaue Einteilung, als das ich 42,5 ml Öl abmessen könnte, also habe ich zu einem Trick gegriffen:

Von S haben wir mal übriggebliebenes Labormaterial bekommen (danke!) und darunter ist auch eine kleine Plastikflasche mit kleinteiliger Milliliter-Skala; Allerdings kann ich sie nicht für Öl verwenden, da sie schlecht abzuwaschen ist;
Also habe ich darin 42,5 ml Wasser eingefüllt und dieses dann in meinen neuen, relativ kleinteilig und sehr vielfältig mit Skalen versehenen, Meßbecher (wieder von S - zu Weihnachten - danke!) umgefüllt und aufgeschrieben, bis wohin das Wasser reichte: 25 g Sultana Tapioca - wer hätte das gedacht!

Von nun an weiß ich also, wenn ich 42,5 ml abmessen möchte, dann kann ich mich an diese Einteilung halten - wie praktisch!

Nun gut, dies war nur eine kleine Abzweigung, schon geht es wieder auf der Hauptstraße weiter:

Das Öl mit dem Zucker aufschlagen, bis sich der Zucker halbwegs aufgelöst hat, dann das Ei dazugeben und so lange mixen, bis der Teig hell und fluffig wird (bei mehreren Eiern: immer nur eines hinzugeben, aufschlagen, und dann das nächste);

Nun kann man, wenn man möchte, den Ofen bei Umluft auf 150 Grad Celsius (bei größeren Formen 160 Grad Celsius) vorheizen - oder auch nicht;

Nun das Mehlgemisch einrühren, und zwar eher bei niedriger Stufe und nur so lange, bis es sich vermischt hat; Der Teig ist relativ schwer und fest, also nicht so beeindruckend flaumig wie Biskuitteig. Beim Backen wird dieses Problem aber durch die Zusammenwirkung von Backpulver, Flüssigkeit und Hitze behoben - keine Sorge!

Den Teig mit Hilfe einer Spachtel in die Form befördern und flach streichen;

Die Form in den Ofen stellen und nun unbedingt die Hitze einschalten (150 Grad Celsius Umluft oder 160 Grad Celsius bei größeren Formen);

Der Kuchen sollte nach 25-30 Minuten durch sein, ich habe mehrmals mit einem Holzspieß probiert, wenn nichts mehr daran hängen bleibt, ist der Kuchen fertig; Größere Formen brauchen natürlich länger: 3 Eier-Menge ca. 1 Stunde, 4 Eier-Menge ca. 1 Stunde 10 Minuten;

Den Kuchen auskühlen lassen, mit einem Messer rundum den Rand von der Form lösen und rausholen;

Gutes Gelingen!

Hier nun die Mengen für die größeren Formen:

3 Eier-Menge (26-28 cm-Durchmesser):

  • 127,5 ml Öl
  • 165 g feiner Zucker
  • 3 großes Ei
  • 176,25 g Dinkel-Vollkornmehl (frisch gemahlen)
  • gute 2,5 TL Backpulver

4 Eier-Menge (20×30 cm Form):

  • 170 ml Öl
  • 220 g feiner Zucker
  • 4 großes Ei
  • 235 g Dinkel-Vollkornmehl (frisch gemahlen)
  • gute 3,5 TL Backpulver

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